IFERT Erlebnispaedagogik Ausbildung, Kurt Schley, Baden-Württenberg, Freiburg, Karlsruhe, Offenburg, Schutterwald, Kehl, Baden, Ortenau, KONZEPT Herzlich Willkommen auf unserer Webseite für die Weiterbildung in erlebensorientierter Erlebnispädagogik! Mit unserer praxisnahen Weiterbildung vermitteln wir Ihnen auf der Basis des humanistischen Ansatzes ein erlebnispädagogisches Handlungswerkzeug und die Handlungskompetenz, die Sie zur eigenverantwortlichen Planung, Leitung und Durchführung von erlebnispädagogischen Maßnahmen im jeweiligen Arbeitsfeld der Jugendhilfe, Schule, Kinder- und Jugendpsychiatrie oder Erwachsenenbildung befähigt. Im Rahmen der Ausbildung erhalten Sie fundierte Kenntnisse aus den Bereichen Psychologie, Gesprächsführung, Arbeit mit Gruppen und Erste Hilfe. Zudem bieten wir Ihnen ein breites Angebot an praktischen erlebnispädagogischen Einsatzfeldern. Das Besondere an unserer Ausbildung ist der große Stellenwert naturpädagogischer Angebote wie z.B. Angeln, Kanu fahren, Reiten, Jagen sowie Bauen und Werken. AUSBILDUNG Die Weiterbildung gliedert sich in einen Pflicht- und einen Wahlpflichtbereich. In den PFLICHTFÄCHERN erhalten Sie neben dem Einführungskurs fundierte theoretische Kenntnisse in Psychopathologie, Diagnostik und Intervention sowie in Gesprächsführung und der körperorientierten Beratungsmethode Focusing. Hinzu kommen Seminare zur Arbeit mit Gruppen und zur Ersten Hilfe. DIE INHALTE DES PFLICHTMODULS IM EINZELNEN SIND: MODUL 1: EINFÜHRUNGSKURS Prof. Kurt Schley (20 UE) A) Historische Entwicklungslinien der Erlebnispädagogik B) Grundgedanken und Grundpfeiler erlebnispädagogischer Arbeit C) Planung und Durchführung erlebnispädagogischer Projekte MODUL 2: THEORETISCHE GRUNDLAGEN Diagnostik und Intervention in der Erlebnispädagogik (40 UE) A) PSYCHOLOGIOSCHE GRUNDLAGEN Silvia Gerster (20 UE) Vorstellung verschiedener Störungsbilder (Psychopathologie) B) DIAGNOSTIK UND INTERVENTION ANHAND DES 4-QUADRANTEN-MODELLS Prof. Kurt Schley (20 UE) Körperlicher, sozialer, psychisch-emotionaler, Identitäts- und sinnstiftender Quadrant MODUL 3: THEORIE UND PRAXIS DER GESPRÄCHSFÜHRUNG UND FOCUSING* Prof. Hejo Feuerstein, Prof. Kurt Schley, Silvia Gerster (80 UE) A) EINFÜHRUNG IN DIE GRUNDLAGEN DER GESPRÄCHSFÜHRUNG Klientzentrierte Grundhaltungen (Echtheit, Wertschätzung, Kongruenz) und deren Anwendung. B) DER FOCUSING-ANSATZ ALS VERFAHREN IM UMGANG MIT EMOTIONEN (*Basisausbildung für den Abschluss zum Focusing-Begleiter der DFG. Die Ausbildung zum Focusing-Begleiter kann anschließend bei der DFG durch zusätzliche Seminare abgeschlossen werden könnte.) MODUL 4: ARBEIT MIT GRUPPEN Daniel Melder (40 UE) Gruppendynamik, Gruppenphasen, Gruppenarten, Gruppenregeln, Lernen in Gruppen, Gruppenrollen, Gruppenrituale, Contracting, Vertrauen in Gruppe, Erlernen und Erleben aktive Teilnahme, div. Problemlösungsaufgaben, Gruppe als Lernfeld, Reflexionsmethoden, Selbständige Durchführung von erlebnispädagogischen Aktivitäten durch die Gruppe (Führungsstil, Rolle des Gruppenleiters, Moderationstechniken). MODUL 5: ERSTE HILFE OUTDOOR DRK (20 UE) Notfallmanagment bei Outdoor-Unfällen, Organisation der Hilfeleistung in der Outdoor-Gruppe. In den WAHLPFLICHTFÄCHERN können die Teilnehmer/Innen je nach persönlichem Interesse verschiedene praktische Schwerpunkte wählen. Jedes Wahlfach beinhaltet 2 Kurswochenenden. Von den angebotenen Wahlfächern sind mindestens 5 zu wählen. MÖGLICHE WAHLFÄCHER SIND: A) ANGELN ALS ERLEBENFELD Hubert Beathalter, Prof. Kurt Schley (40 UE) In diesem Kurs werden zunächst theoretisch die Grundlagen des Angelns erläutert. Die theoretischen Inhalte dienen auch zur Vorbereitung auf die staatliche Fischereiprüfung, die anschließend extern abgelegt werden kann. Inhaltlich werden die verschiedenen Techniken des Angeln, z.B. Grundfischen, Spinnfischen, Fliegenfischen, Raubfischen etc. theoretisch und praktisch vorgestellt. In praktischen Übungen werden anschließend an das Fischen Möglichkeiten der Zubereitung des Fanges gemeinsam ausprobiert. B) ERLEBNISPÄDAGOGIK AUF DEM WASSER (40 UE) B1) KANU FAHREN Hubert Beahthalter (20 UE) Das Kanu eignet sich aufgrund seiner einfachen Handhabung in besonderer Weise für den Einsatz in der Jugendhilfe und Kinder- und Jugendpsychiatrie, aber auch bei Trainings für Erwachsene. Erlernt werden Grundlagen der Fahr- und Paddeltechnik, Umgang mit Gefahren an Wehren, Spielformen mit und um das Kanu. B2) FLOSSBAU Günter Braun (20 UE) Die TeilnehmerInnen werden ein großes Floß bauen und dieses auf seine Befahrbarkeit und Funktion testen. C) ERLEBNISPÄDAGOGIK AM, IM UND MIT DEM WASSER Prof. Kurt Schley (40 UE) In diesem Seminar werden Lernchancen in und um das Wasser vermittelt. Inhaltlich werden die Methoden des Flusstauchens, Schnorchelns, Wasserspiele etc. vermittelt. Daneben gilt es Problemlöseaufgaben, Initiativspiele und kooperative Abenteuerspiele zum Thema Wasser kennen zu lernen. D) ERLEBNISPÄDAGOGIK MIT PFERDEN Martina Gerken (40 UE) Einsatz des Pferdes mit verhaltensauffälligen Kindern- und Jugendlichen, Bodenarbeit. Nur für TN mit Reiterfahrung**! (**In Kooperation mit Uschka Wolf können grundlegende reiterliche Kompetenzen zuvor in eigener Regie erworben werden.) E) DER WALD ALS PÄDAGOGISCHES ERLEBENSFELD (40 UE) Der Wald wird in vielfältiger Weise genutzt (zur Erholung etc.). Er ist ein wichtiger Lebensraum für Mensch und Tier und eine wichtige Ressource für die Überlebensmöglichkeitens des Menschen (Sauerstoffproduktion, Nahrungsmöglichkeiten, etc.). Darüber hinaus hat der Wald auch in der Psychologie seine Bedeutung (z.B. in Träumen, Märchen etc.). Die Ressourcen des Waldes möchten wir für unsere pädagogische Arbeit neu erschließen. Dabei sollen die verschiedenen Erlebensfelder des Waldes für unsere Arbeit zugänglich werden. Es geht nicht darum, den Wald für unsere Pädagogik benutzen, sondern ihn mit Achtung und Respekt erlebbar zu machen. E1) MÖGLICHKEITEN DES JAGENS ALS EINSATZFELD FÜR PÄDAGOGISCHE MASSNAHMEN Prof. Kurt Schley, Jürgen Vogelbacher, Tobias Schindler Hier geht es um die Auseinandersetzung mit dem Urinstinkt des Jagens und seine Transformation ins heutige Leben, das einen verantwortungsvollem Umgang mit Natur und Mensch mit ein schließt. Zudem wird der Aspekt der Nahrungsquelle betrachtet. In der konkreten pädagogischen Arbeit kann man entweder einen ausgebildeten Jäger in die Arbeit miteinbeziehen oder selbst (extern) den Jagdschein zu machen. Extern: 3-wöchige Vorbereitung auf die dt. Jägerprüfung in Zusammenarbeit mit der Jagdschule Kälble. E2) TIER- UND PFLANZENKUNDE Hier soll das pädagogische Arbeitsfeld der Tier- und Pflanzenwelt erarbeitet und an der Natur erklärt werden, wie ein Ökosystem funktioniert und welche Auswirkungen das Eingreifen des Menschen in die Natur hat. F) BAUEN UND WERKEN Jürgen Vogelbacher, Tobias Schindler, Günter Braun (40 UE) In diesem Kurs sollen gemeinsam unter Anleitung verschiedene Objekte angefertigt werden, die sich in erlebnispädagogischen Projekten mit Jugendlichen und Erwachsenen anbieten lassen, z.B. Bau einer Dampfsauna/Schwitzhütte, Bau von Heißluftballonen aus Seidenpapier, Bau von Fackeln. G) NATURPROJEKTE GESTALTEN Jürgen Vogelbacher (40 UE) Über das gemeinsame Gestalten von Naturprojekten lässt sich zu Jugendlichen eine gute Beziehung herstellen. Darüber hinaus können die Jugendlichen so lernen, Verantwortung für die Natur zu übernehmen. Inhaltlich werden Biotope gestaltet, das Storchenprojekt gepflegt (Literatur: Der Storch. Adebar Verlag) sowie Neste für Steinkautze gebaut. H) MODELLBAU Prof. Kurt Schley, Hr. Hoffmann (40 UE) Durch den Modellbau lässt sich die „große” Welt verständlicher machen. Sie wird kontrollierbarer, überschaubarer, verliert eventuell auch an Bedrohlichkeit. Kinder und Jugendlich haben so die Möglichkeit, die Welt spielerisch zu begreifen, technische Abläufe zu verstehen und zu gestalten. Zudem werden Feinmotorik, Koordination geschult. Inhalte sind u.a. Flugzeugbau und Schiffsmodellbau. ABSCHLUSSPRÜFUNG Für die Zertifizierung müssen die Teilnehmer eine Abschlussprüfung ablegen. Dazu zählt das Schreiben einer praxisorientierten Abschlussarbeit sowie das Vorstellen eines eigenen Projektes in der Gesamtgruppe. DOZENTEN Ausbildungsleiter: Prof. Kurt Schley Dipl. Sozialarbeiter (FH), Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut, Reittherapeut DFG, Ausbilder für Focusing, Gesprächsführung und Supervision, Reittherapie, Supervisor DFG, Ausbilder für Verhaltenstherapie, Jäger Weitere Dozenten: Beathalter, Hubert Technischer Angstellter beim Wasserwirtschaftsamt, Fischereiaufseher, Ausbilder für die staatliche Fischereiprüfung Braun, Günther Schreinermeister, Jugend- und Heimerzieher i.A. Prof. Feuerstein, Heinz-Joachim Dipl. Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut, Ausbilder für Klientenzentrierte Gesprächsführung, Klientzentrierte Psychotherapie und Supervision (GwG); Trainer und zertifizierungsberechtigter Koordinator am International Focusing Institute New York. Gerken, Martina Jugend- und Heimerzieherin, Reittherapeutin, Sozialtherapeutin Gerster, Silvia Dipl. Psychologin, Dipl. Sozialarbeiterin (FH), Kunsttherapeutin, Focusing-Begleiterin (DFG), Heilpraktikerin (Psychotherapie), Psychologische Psychotherapeutin i.A. Hoffmann, Sascha Pilot und Fluglehrer Melder, Daniel Dipl. Sozialpädagoge Schindler, Tobias Jugend- und Heimerzieher Vogelbacher, Jürgen Arbeitserzieher, Jäger& AUSBILDUNGSORTE Durch unsere Kooperation mit der Jugendhilfeeinrichtung Pegasus und den Pegasus-Werkstätten können wir eine reiche Infratstruktur zur Verfügung stellen. Dazu zählen insbesondere: A) Matschelsee zwischen Ichenheim und Kürzell B) Reitanlage in Schutterwald C) Jagdreviere im Stadtwald Offenburg und Umgebung D) Werkstatt mit Schreinerei, Schlosserei und Malerei Die theoretischen Kurse finden in unseren Seminarräumen in Offenburg und Schutterwald statt.& TEILNEHMER Die Zusatzqualifikation Erlebnispädagogik richtet sich an pädagogische Fachkräfte, die: - mit schwierigen, verhaltensauffälligen Kindern und Jugendlichen arbeiten - den Unterricht mit neuen Methoden bereichern wollen - Menschen mit Behinderung die bestmögliche, wirtschaftlich sinnvolle und effizienteste Förderung geben möchten - neue Anregungen für ihren beruflichen Alltag suchen - an erlebnispädagogischem Lernen Interesse haben - der Schulverdrossenheit wirkungsvoll entgegnen arbeiten wollen - sich im Bereich Erlebnispädagogik fundiert weiterqualifizieren wollen& KURSGEBÜHREN Ingesamt beinhaltet die Ausbildung 420 Unterrichtseinheiten (UE), die an 21 Wochenenden, verteilt über ca. 2 Jahre, stattfinden. Die Kosten dafür betragen 4.200 Euro. Darin enthalten ist die Teilnahme an: - 5 Pflichtmodulen mit insgesamt 200 UE an 10 Wochenenden - 5 (von 8) Wahlfächern mit insgesamt 200 UE an 10 Wochenenden - 1 x Abschlusszertifizierung mit 20 UE an einem Wochenende Die Weiterbildung findet mit mindestens 10 Teilnehmern statt& KONTAKT Bei Interesse oder Fragen können Sie sich gerne an unser Büro wenden: Büro IFERT Karin Nachtigall Schlehenweg 25 77933 Lahr Tel. 07821/3 78 65 Fax 07821/9 08 95 25 Impressum: Inhaltlich Verantwortlicher gemäß § 6 MDStV: Kurt Schley Wir übernehmen keine Verantwortung für den Ihnalt von verlinkten Webseiten. Layout, Fotografie, Flash-Programmierung: Braxart Foto- und Grafikdesign, 2010 |